Immersive Gastronomie ist in der Schweiz angekommen – was kommt als Nächstes?
- Simon Neuhaus
- 28. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Von Paris bis Zürich, Basel und Luzern: Erlebnisrestaurants verbreiten sich schneller als erwartet. Wir beobachten, was dahintersteckt – und was das für Gastronomiebetriebe bedeuten könnte, die noch am Anfang stehen.
" Noch vor ein paar Jahren war immersive Gastronomie in der Schweiz kaum ein Thema. Heute sind Erlebnisdinners in Zürich, Basel und Luzern buchstäblich ausgebucht. Was ist passiert – und wohin geht die Reise? "
Der Markt für besondere Gastronomieerlebnisse hat sich in den letzten Jahren auch in der Schweiz spürbar verändert. Mehrere Konzepte haben sich hier erfolgreich etabliert – und zeigen, dass die Nachfrage nach mehr als einem guten Menü real ist.
Was bereits in der Schweiz funktioniert
Le Petit Chef – das Konzept des belgischen Künstlerkollektivs Skullmapping, bei dem ein 6 cm kleiner animierter Koch per 3D-Projektion direkt auf dem Teller kocht – ist mittlerweile an vier Standorten in der Schweiz zu erleben: im FIVE Hotel Zürich, im Hotel Hofmatt in Basel/Münchenstein, im AMERON Luzern und in Genf.
7 Paintings – eine Dinner-Show, bei der sieben Gänge mit Projektionen grosser Kunstwerke verbunden werden – bespielt Zürich, Basel und Bern und ist damit eines der wenigen immersiven Formate, das bereits auf mehrere Schweizer Städte skaliert wurde.
Und in Murten – mit dem Projekt Dine and Light – gibt es ein heimisches Beispiel, das Lichtinszenierung und Gastronomie direkt verbindet. Ein Format, das zeigt: Solche Erlebnisse müssen nicht aus dem Ausland importiert werden.
Was Paris zeigt: die nächste Stufe
Während die Schweiz gerade erst mit diesen Formaten warm wird, zeigt Paris, was die nächste Entwicklungsstufe aussehen kann: permanente, ortsspezifische Installationen, die ein Restaurant zu einem vollständig anderen Ort verwandeln.
Jungle Palace – ein Restaurant im 10. Arrondissement, betrieben vom Groupe Ephemera – ist dafür ein gutes Beispiel. Ein haussmannisches Gebäude wurde vollständig in einen tropischen Dschungel verwandelt: Videomapping, das sich alle dreissig Minuten zwischen Tag- und Nachtszenen verändert, Sounddesign mit Tiergeräuschen und Urwaldklängen, eine Küche mit exotischen Zutaten – und eine Dekoration, die von einer ehemaligen Filmdekorateurin gestaltet wurde. Das Konzept ist Teil einer ganzen Familie immersiver Restaurants von Ephemera: Under the Sea (Unterwasserwelt) und Stellar (Weltraum) runden das Portfolio ab.
Was Jungle Palace von den Schweizer Formaten unterscheidet: Es ist keine Gastveranstaltung, kein Gastspiel. Es ist eine Fixinstallation – ein Restaurant, das von Grund auf als Erlebnis konzipiert wurde und täglich dieses Versprechen einlöst. Das Ergebnis sind Wartelisten, internationale Berichterstattung und eine treue Stammkundschaft.
Was das für die Schweiz bedeuten könnte
Die Entwicklung in der Schweiz folgt einem Muster, das wir aus anderen Märkten kennen: Zuerst kommen die Gastspiele und Lizenzformate – Le Petit Chef, 7 Paintings. Dann kommen die ersten eigenständigen Konzepte. Dann die Fixinstallationen.
Wir glauben, dass die Schweiz in dieser Entwicklung gerade am Übergang vom ersten zum zweiten Schritt steht. Die Nachfrage ist bewiesen. Was noch fehlt, sind eigenständige, ortsspezifische Konzepte, die nicht auf eine Lizenz angewiesen sind – sondern auf eine eigene Vision.
Und genau das ist unsere Einschätzung: Der grösste Markt liegt nicht darin, bestehende Formate zu replizieren. Er liegt darin, etwas Eigenes zu schaffen – etwas, das zur Küche, zum Haus und zur Zielgruppe passt.
Wo SIMNOVA ansetzt
Wir bei SIMNOVA bauen seit Jahren immersive Lichterlebnisse – für Festivals wie das Murten Licht-Festival, für Hotels, Events und zunehmend für Gastronomiebetriebe. Wir kennen die Technik hinter diesen Konzepten: Videomapping, dynamische Lichtsteuerung, Soundintegration.
Was wir anbieten können:
Konzeptentwicklung: Welche Welt passt zu Ihrer Küche, Ihrem Haus, Ihrer Zielgruppe?
Technische Umsetzung: Lichtinstallation, Projektionsmapping, Sounddesign – aus einer Hand.
Skalierbarkeit: Ob temporäres Event-Format oder permanente Installation – wir passen uns Ihrem Rahmen an.
Schweizer Marktkenntnis und ein Netzwerk von über 200 Künstlerinnen und Künstlern.
Bereit für Ihr eigenes Konzept?
Wir zeigen Ihnen gerne, was für Ihr Restaurant, Hotel oder Ihren Event möglich ist – konkret, machbar und auf Ihren Kontext zugeschnitten. Das erste Gespräch ist unverbindlich.
Quellen
Le Petit Chef Zürich (FIVE Hotel) · Le Petit Chef Basel (Hotel Hofmatt) · Le Petit Chef Luzern (AMERON Hotel Flora / Bacio della Mamma) · 7 Paintings Zürich & Basel (7paintings.com) · Jungle Palace by Ephemera, Paris (ephemera-group.com) · Dine and Light Murten



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